Limnos

Wir wissen nicht, ob das nur Worte waren. Wir wissen nicht, ob aus diesen Worten Taten werden. Taten, die zumindest eine kleine Veränderung herbeiführen. Wir können nur hoffen. Hoffen, dass diese Käfige eines Tages leer sein werden und wir dann nur noch Badeanzug und Cocktailkleid in unsere Koffer packen brauchen.Antonia Xatzidiakou

Im Frühjahr 2016 fand auf der Insel Limnos im dortigen Tierheim die erste Kastrationskampagne statt. Auf Einladung des neuen und sehr ambitionierten lokalen Tierschutzvereins sandten wir im Frühjahr 2016 ein Team zum Kennenlernen und für einen ersten Einsatz auf die kleine Insel. Unser Ziel ist auch hie reine langfristige ZUsammenarbeit mit lokalen Tierschützern und auch den Behrden, um mittelfristig die Population der wild lebenden Hunde und Katzen unter Kontrolle zu bringen. Während des ersten Einsatzes konnten wir zumindest alle Tiere im Tierheim kastrieren und wollen bei den nächsten Einsätzen beginnen, die einzelnen Katzen- und Hundepopulationen zu kastrieren.


Infos

  • Projektzeitraum: seit 2016
  • Ansprechpartner: griechenland@tieraerztepool.de
  • Schwerpunkt: Kastrationen von Straßentieren in Zusammenarbeit mit der Gemeindeverwaltung

Bild des Tages für den 22.07.2019

Letzte Neuigkeiten

22.07.2019 Kreta

"Was machst du bei einer Kastrationsaktion?", frage ich ihn.
"Tja, wäre meine Mutter rechtzeitig hier gewesen, hätte ich mir meinen Besuch sparen können. Es war nicht meine Entscheidung hierherzukommen. Ich mag ja Ärzte nicht so besonders - ich wurde hierher gebracht."
"Und wo ist dein Mutter?", frage ich. "Du bist zu klein, um ohne Aufsicht die Stadt zu erkunden."
"Meine Mutter ist Zuhause an ihrer Kette, aber ich musste unbedingt weg. Unser Mensch hat mich von ihr weggenommen, ins Auto gepackt und dann an einer Mülltonneausgesetzt."
"Und deine Geschwister?"
"Ich habe keine. Da wo ich wohne werden alle bis auf eines entsorgt. Ich habe gehört dass es unmoralisch ist, alle Babies zu töten. Eins übrig zu lassen ist das Beste. Ich war derjenige, der Glück hatte und durfte bei meiner Mama leben. Bis jetzt."
"Und dann?"
"Dann habe ich einige Tage unter dieser Tonne verbracht. Ich bin so klein, dass ich mich gut verstecken konnte. Aber es war so heiss und es ging mir dann schlecht. Ich wollte stark fur meine Mama sein, musste aber weinen, weil ich Hunger und Durst hatte und soeinsam war. So hat mich diese komische weinende Frau entdeckt und zu euch gebracht."
"Mein Kleiner! Du bist krank. Ich habe hier keine diagnostischen Möglichkeiten, denn ich hier nur zum kastrieren. Deine Symptome aber sind sehr eindeutig: Du hast Parvoviros. Und ehrlich gesagt - du bist so winzig, dass ich nicht weiss ob du es schaffst. Ich werde es aber versuchen dir zu helfen und alles tun, was in meiner Macht steht."

Als er wenig später seinen letzten Atemzug machte, waren wir bei ihm. Als er diese Welt verlassen hat, habe ich ihm versprochen, dass alles besser wird und dass er uns irgendwann eine schönere Geschichte erzählen kann.

Tagesbilder-Archiv

Einsatzberichte

  • 2016
  • "Hast Du Lust mitzukommen?", frage ich Marga.
    "Klar", sagt sie. Gut.
    Ziel der Reise: Limnos.

    Unsere Koffer werden nicht mit den typischen - Mädchen fliegen im Sommer auf eine ...
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Spenden

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    Förderverein Arche Noah Kreta e. V. / Tierärztepool
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