Xanthi

Dieses Projekt wird von uns derzeit nicht mehr betreut. Die Berichte vergangener Einsätze können natürlich weiterhin aufgerufen werden.

Schätzungsweise 6000 Straßenhunde leben in der nordgriechischen Stadt Xanthi und in den umliegenden Dörfern.
Im April und November 2014 führte der Tierärztepool in Zusammenarbeit mit dem deutschen Verein "Griechische Fellnasen e.V." und dem ortsansässigen Verein "Fox" Kastrationsaktionen durch.

Das Einzigartige an diesem Projekt ist, dass auch nach unserer Abreise die ortsansässigen Tierärzte die Kastrationen fortführen. Allerdings ist unsere Hilfe bei der Masse an Tieren dringend notwendig. Der Bürgermeister und die Tierärzte des Veterinäramtes möchten eine Verbesserung der Lebensqualität der Straßentiere und sie haben erkannt, dass dies nur durch Kastrationen erreicht werden kann.

In dem sehr ansprechenden Film "Griechenlands Streuner" von Stefan Bröckling oder durch Einsatz-Berichte können Sie sich gerne genauer über dieses Projekt informieren.

  • Antonia kastriert einen Kater
  • noch mehr Welpen
  • Rufus und Xenia  -  zwei Welpen die gefunden- wurden
  • Leben auf der Muellkippe
  • Fritz

Infos

  • Projektzeitraum: 2014
  • Population : ca. 6000 Straßenhunde
  • Schwerpunkt: Kastration von Straßentieren, Ausbildung lokaler Tierärzte, Projektevaluation

Bild des Tages für den 22.07.2019

Letzte Neuigkeiten

22.07.2019 Kreta

"Was machst du bei einer Kastrationsaktion?", frage ich ihn.
"Tja, wäre meine Mutter rechtzeitig hier gewesen, hätte ich mir meinen Besuch sparen können. Es war nicht meine Entscheidung hierherzukommen. Ich mag ja Ärzte nicht so besonders - ich wurde hierher gebracht."
"Und wo ist dein Mutter?", frage ich. "Du bist zu klein, um ohne Aufsicht die Stadt zu erkunden."
"Meine Mutter ist Zuhause an ihrer Kette, aber ich musste unbedingt weg. Unser Mensch hat mich von ihr weggenommen, ins Auto gepackt und dann an einer Mülltonneausgesetzt."
"Und deine Geschwister?"
"Ich habe keine. Da wo ich wohne werden alle bis auf eines entsorgt. Ich habe gehört dass es unmoralisch ist, alle Babies zu töten. Eins übrig zu lassen ist das Beste. Ich war derjenige, der Glück hatte und durfte bei meiner Mama leben. Bis jetzt."
"Und dann?"
"Dann habe ich einige Tage unter dieser Tonne verbracht. Ich bin so klein, dass ich mich gut verstecken konnte. Aber es war so heiss und es ging mir dann schlecht. Ich wollte stark fur meine Mama sein, musste aber weinen, weil ich Hunger und Durst hatte und soeinsam war. So hat mich diese komische weinende Frau entdeckt und zu euch gebracht."
"Mein Kleiner! Du bist krank. Ich habe hier keine diagnostischen Möglichkeiten, denn ich hier nur zum kastrieren. Deine Symptome aber sind sehr eindeutig: Du hast Parvoviros. Und ehrlich gesagt - du bist so winzig, dass ich nicht weiss ob du es schaffst. Ich werde es aber versuchen dir zu helfen und alles tun, was in meiner Macht steht."

Als er wenig später seinen letzten Atemzug machte, waren wir bei ihm. Als er diese Welt verlassen hat, habe ich ihm versprochen, dass alles besser wird und dass er uns irgendwann eine schönere Geschichte erzählen kann.

Tagesbilder-Archiv

Einsatzberichte

  • 2014
  • Am 6. Dezember 2014 endete die 2. große Kastrationsaktion in Xanthi mit 603 Operationen. Es wurden in 13 Tagen 280 Hündinnen, 118 Rüden, 98 Katzen, 40 Kater und insgesamt 65 andere Operationen ...
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  • Tag 1: Ganz aufgeregt steige ich ins Auto, das uns nach Xanthi bringen wird. Ich lernte Melanie während eines Projekts auf meiner Heimatinsel Rhodos kennen. Damit fing alles an. Nachdem wir ...
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  • Es begann wie immer: "Bitte helfen Sie uns, wir sind verzweifelt. In der nordgriechischen Stadt Xanthi und der Umgebung leben schätzungsweise 6000 Straßenhunde, deren Zukunft mehr als ungewiss ...
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Spenden

  • Spendenkonto
    Kontoinhaber:
    Förderverein Arche Noah Kreta e. V. / Tierärztepool
    Institut: Commerzbank Lübeck
    IBAN: DE02 2304 0022 0020 9239 00
    BIC: COBADEFFXXX
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