Imani - Hoffnung auf ein neues Leben 02.08.2015 Tierschicksal

Ein Bericht von:
Nina Schöllhorn
Tierärztin

Wunderschöne Augen, ein freundliches Hundelächeln, ein Hundewelpengesicht wie aus dem Bilderbuch. Freundlich und voll Vertrauen kommt sie uns entgegen. Imani.

Ein fröhliches Wesen an einem sehr unschönen Ort. Das städtische Tierheim in Suceava/ Rumänien, wo aktuell der gesamte Hundebestand von der Tötung bedroht ist. Von all dem weiß Imani nichts. Sie weiß auch nicht warum ihr Bein sich so seltsam anfühlt seit vielen Wochen, warum sie das Bein nicht mehr benutzen kann seit dem sie das vorbeirasende Auto erfasst hatte. Sie weiß nicht, dass ihr Bein nicht zu retten ist und ihr nur durch die Amputation geholfen werden kann. Auch ahnt sie nicht , dass sie sich mit dem Staupevirus infizieren wird, an dem fast alle Welpen dort im Tierheim sterben. Sie weiß auch nicht von den Demodexmilben die sich in ihrem Körper befinden und von den auf Grund der Magelernährung durchtrittig gewordenen Vorderbeinen.

Imani weiß nur, dass sie Menschen liebt und Lust hat zu leben.
Die Kleine hat viele lange Wochen in einer kleinen Quarantänebox ausgeharrt. Ein Welpe, der spielen, toben und die Welt erobern sollte. Nie war sie ungeduldig, nie hat sie gejammert. Sie hat gehofft auf bessere Zeiten, darauf, dass alles gut werden wird. Sie hat die Staupe überlebt. Und sie hat sich ihr freundliches sonniges Wesen bewahrt.

Bald wird der Tag gekommen sein, an dem sie die Reise nach Deutschland antreten kann und ihr hier endlich das Bein abgenommen werden kann. Dann wird es beginnen, das Leben! Und alles Warten wird sich gelohnt haben.

Nina Schöllhorn
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Nina Schöllhorn
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